Literarische Mediation

Ein Blog von Kerstin Lück

Mediation im Roman: „Elefant“ von Martin Suter 2016

Zeit im Roman: 2015-2016

Ort: Schweiz, Kanton Thurgau

Streitparteien: Dr. Roux und Dr. Redel

(Jung-)Mediator: Zirkusdirektor Pellegrini

Was bis zur Einmischung geschah:

Ein obdachloser Alkoholiker findet einen rosaroten Elefanten. Keinen Spielzeug-Elefanten, einen echten. Wie es zu diesem Fund kam, erzählt Suter in einigen Kapiteln, die die Leserin dazu bringen, sich mit den Abgründen der Genforschung auseinanderzusetzen und mit einer Metapher, die Halluzinationen beschreibt. Ich sehe einen rosaroten Elefanten heißt auf Englisch so viel wie im Deutschen weiße Mäuse sehen.

Ein Genforscher namens Dr. Roux besorgt sich mit einiger Rücksichtslosigkeit Eizellen eines toten indischen Elefanten und befruchtet diese im Labor. Seine Kontakte dazu reichen bis nach Indien. Er ist ein ehrgeiziger Veterinärmediziner, der sich an seinem ehemaligen Chef für Jahrzehnte lange Kränkungen und den schlussendlichen Rauswurf rächen möchte. Er träumt davon, seine kleine Gentechfirma groß zu machen, so groß, dass sie seine ehemalige Firma aufkaufen kann. Das kann ihm nur mit einem ehrgeizigen Plan gelingen. Er möchte den Leuchtstoff der Glühwürmchen, das Luziferin, auf Säugetiere übertragen. Ihm schwebt ein rosa Elefant vor. Sein Ziel sind patentierbare Tiere, die im Dunkeln leuchten und auch bei Tage eine „spektakuläre Farbe haben“. Auch wenn die Leserin denkt, dass ginge nicht, so wird sie schnell eines Besseren belehrt. Suter hat gut recherchiert in dieser Branche. Bis zu einem pinkfarbenen haarlosen Meerschwein hat sein Dr. Frankenstein es schon gebracht. Nun braucht er noch eine Elefanten-Leihmutter und hat dazu Kontakte zu einem dem Niedergang geweihten Zirkus geknüpft. Des verstorbenen Zirkusdirektors Sohn Carlo Pellegrini hat den Zirkus geerbt, kann aber mit Tieren nicht umgehen und wollte die in der Haltung kostspieligen indischen Elefanten schon aufgeben. Sein burmesischer Elefantenpfleger Kaung war verzweifelt und half ihm nicht nur bei der Dressur, sondern auch mit der rettenden Idee, Elefantenkühe durch Leihmutterschaft Geld verdienen zu lassen.

Nur mit dem neuesten Kunden ist etwas anders. Dr. Roux betritt die Szene. Er möchte keine normale Insemination, sondern einen Blastozystentransfer. Wir lernen, dass so das Einsetzen einer befruchteten Eizelle genannt wird. Das soll natürlich alles geheim bleiben. Carlo Pellegrini will Genaueres auch nicht wissen, er denkt an das Geld und treibt den Preis für Asha, seine einzige zur Zeit nicht trächtige Kuh, in die Höhe. Wir sind live bei allen Vorgängen der Besamung und des Eizellentransfers dabei und die naive Leserin staunt, wie die Natur überlistet werden kann. Nach 6 Monaten wird deutlich, dass etwas nicht stimmt mit dieser Schwangerschaft: Es wächst nur ein Miniaturelefant heran, der erst nicht lebensfähig scheint, aber dessen Herz immer weiter schlägt. Vor allem Dr. Roux ist dem Pfleger Kaung unheimlich, denn ihm sind Elefanten heilig. Nun erst kommt der eigentliche Gegenspieler von Dr. Roux ins Bild, Dr. Redel, ein Veterinär, dessen Hobby Elefanten sind. Eine willkommene Abwechslung zu Katzen, Hunden und Pferden, die er sonst als Patienten hat. Er lebt nach einer Trennung allein auf einem ländlichen Bauernhof und genießt sein einsames Leben. Für den Zirkus arbeitet Dr. Reber ehrenamtlich, damit er weiter mit den geliebten Elefanten zu tun haben kann. Er beschäftigt sich auch in seiner Freizeit mit Elefanten und denkt gern an sein Praktikum im Elefantenwaisenhaus in Sri Lanka zurück.

Ihn weiht Carlo Pellegrini halb ein und bittet ihn, ab und zu auch eine Ultraschalluntersuchung bei der schwangeren Asha zu machen. Schließlich dauert so eine Schwangerschaft 22 Monate und er will kein Risiko eingehen.

Ein einziges Mal begegnen sich Dr. Reber und Dr. Roux vor meiner Einmischung. Sie sind sich unsympathisch und auch die Herablassung, mit der Roux den Pfleger behandelt, gefällt Reber nicht. Er möchte nichts mit ihm zu tun haben. Als er während einer Auseinandersetzung erfährt, dass Pellegrini seine ehrenamtliche Pflege Dr. Roux in Rechnung stellt, ist er erstaunt und irritiert.

Hier könnte die Geschichte einen anderen Verlauf nehmen, indem  ich nur ein kleines Bisschen die Motivlage des Zirkusdirektors verändere.

Natürlich möchte er zusätzliches Geld mit den teuren Elefanten verdienen, natürlich versteht er nichts von Veterinärmedizin und schon gar nichts von Genforschung. Und von Tieren wie gesagt auch nichts. Wovon er aber etwas versteht sind Menschen und so merkt er sofort die Antipathie zwischen den beiden Tierärzten, die ihn beunruhigt. Den einen sieht er einmal im Monat, den anderen Dr. Roux nur zweimal, bei Geschäftsabschluss und bei der Erfolgsmeldung. Nun sorgt er sich um sein Geschäft und um die Gesundheit seiner Elefantendame Asha, der ja ein natürlicher Abort prognostiziert wird. Ihm ist die Situation von Asha unheimlich und der Streit der beiden Ärzte hat ihn besorgt. Er hätte gern ein Fachgespräch zwischen den beiden, dass er moderiert oder mediiert, wie die Mediatoren sagen. Denn das hat er mal gelernt, weil im Zirkus viel gestritten wird und Eifersüchteleien und Konkurrenzen an der Tagesordnung sind, er wollte auch ein anderer Zirkusdirektor als sein Vater werden. Viel Erfahrung hat er damit nicht, aber schlimmer kann es durch ein Gespräch auch nicht werden, denkt er sich.

Er ruft zuerst Dr. Redel an und fragt ihn, was er von Dr. Roux hielte.

Dr.  Redel: „Nichts“ ist die erwartete Antwort. „Ein Ehrgeizling, der auf Kosten der Tiere Geld machen will.“

Pellegrini gibt vorsichtig seiner Meinung Ausdruck: „Trotzdem ist er ein Experte auf seinem Gebiet“.

Dr.  Redel: „Ist mir egal und vor allem möchte ich, dass Sie mir entweder das Geld weiterleiten, dass Sie für mich bekommen oder und das wäre mir noch lieber, es ihm nicht in Rechnung stellen.“ Pellegrini: „Einverstanden mit ersterem, und ich möchte, dass sie sich mal zusammensetzen und über die Schwangerschaft von Asha ein Fachgespräch führen.“

Dr. Redel: „Wozu?“

Pelligrini: „Weil ich mir Sorgen mache.“

Dr. Redel: „Meinetwegen… und wenn Kaung auch dabei ist. Er kennt sich am besten aus und sieht die Kuh jeden Tag.“

Kurz nachdem Pellegrini aufgelegt hat, ruft er Dr. Roux an und fragt ihn ebenfalls, was er von Dr. Redel hält.

Dr. Roux: „Ist halt ein Landarzt“, kommentiert der von oben herab.

Pellegrini: „Er hat meine Elefanten, auch während der Schwangerschaften bis jetzt gut betreut. Mir wäre es wichtig, dass Sie sich mal zusammensetzen und aus medizinischer Sicht mehrere Szenarien durchspielen. Ich mache mir Sorgen um Asha und möchte sie nicht durch eine Risikoschwangerschaft verlieren.“

Dr. Roux blockt ab: „Ich möchte über meine Forschung keine Auskunft geben. Solange der Elefantenfötus lebt, ist alles in Ordnung, wenn er stirbt, werde ich den Fötus untersuchen und einen neuen Versuch machen.“ Er verschweigt, dass er schon längst einem anderen Zirkus den Auftrag gegeben hat.

Pellegrini überlegt, wie er den Anderen für das Gespräch gewinnen kann: „Sagen wir so: sollte der Fötus in drei Monaten noch leben, kommen Sie zu einer Visite und reden im Anschluss mit Dr. Redel. Ich bleibe dabei, damit das Gespräch zivilisiert verläuft.“ Von Roux war am anderen Ende der Leitung nichts zu hören außer einem schweren Atmen.

Dr. Roux: „Na, gut, so machen wir es. Ich komme ja sowieso, um den Fötus abzuholen.“ Er glaubt nicht an ein Überleben.

So untersuchen die beiden Ärzte gemeinsam und unwillig im Beisein von Pfleger Kaung drei Monate später die Elefantenkuh Asha, um festzustellen, dass der Fötus kaum gewachsen war, aber noch lebt. Selbst auf dem Ultraschallbild taucht er nach einer Weile des Suchens auf.

Dr. Roux versteht nicht, wie es zu diesem geringen Wachstum kommen konnte und war auch nicht sonderlich an Dr. Redels Meinung interessiert. Er wollte aber auch Pellegrini nicht als potentiellen Elefantenkuhspender verlieren. Er hatte vom parallelen Experiment allerdings auch keine guten Nachrichten bekommen, dort war der Eizellentransfer mißglückt. So willigte er in das gewünschte Gespräch ein und raunzte: „Aber nur max. 30 min. Ich muss noch ins Labor.“

Sie saßen denn also kurz darauf alle drei beim Zirkusdirektor im Wagen. Kaung hatte auf Dr. Redels Bitte abgewunken, er wollte lieber bei den Elefanten bleiben. Selbst im Wagen des Direktors roch es nach Elefantendung und es war eng.

Zwei Sitzgruppen standen in dem vollgestellten Zirkuswagen. Pelligrini hatte alles am Besuchertisch vorbereitet, dicke Eddings herausgesucht und ein altes Zirkusplakat umgedreht, so dass er Vereinbarungen notfalls darauf schreiben konnte. Das weiße Plakat zwischen all den bunten sah seltsam aus. Ihm war etwas mulmig zumute. Im Mediationslehrgang war es leichter zu üben als in der Realität, wenn man selbst betroffen war. Vielleicht hätte er doch einen erfahrenen Mediator dazu bitten sollen, aber wer kennt sich schon mit Elefanten aus? Außerdem war es dazu jetzt zu spät. Die beiden Ärzte starrten aneinander vorbei und Dr. Roux schaute demonstrativ auf die Uhr.

Pellegrini gab sich einen Ruck: „Ich habe Sie beide gebeten zu mir zu kommen, weil ich ihre Meinung als Experten für Elefantenkühe schätze. Für mich sind die Elefanten existenziell wichtig in doppelter Hinsicht: Als Zirkustiere und als Leihmütter. Das wissen Sie und unterstützen Sie.“ Zu Dr. Redel gewandt: „Sogar bisher unentgeltlich, wofür ich Ihnen sehr dankbar bin. Dr. Roux guckte erstaunt als er das hörte. Ich mache mir seit dem Moment Sorgen um Asha, seitdem klar ist, dass ihre Schwangerschaft ungewöhnlich verläuft und bitte diesbezüglich um Ihre Expertise.“ Er guckte erwartungsvoll von einem zum anderen und war gespannt darauf, wer zuerst antwortete.

Dr. Roux: „Es ist doch klar und ich kann es nur noch mal bekräftigen an dieser Stelle, dass ich für die Pflege von Asha auch nach einem möglichen Abort aufkommen werde. Das soll doch ihr Schaden nicht sein.“

Dr. Redel: „Mich würde interessieren, um was für ein Experiment es sich hier handelt, damit ich meine Einschätzung auf Grund von Tatsachen treffen kann.“

Dr. Roux: „Das geht Sie nichts an und fällt unter die Geheimhaltungsvorschriften meiner Firma.“

Pellegrini: „Das haben Sie gesagt und doch können Sie uns vielleicht etwas mehr zur befruchteten Eizelle sagen, damit Dr. Redel seine Einschätzung treffen kann.“

Dr. Roux überlegte, ob er die Tarnung mit der Herpesresistenzforschung hervorholen oder das wahre Interesse an glowing animals und speziell leuchtenden Elefanten preisgeben sollte. „Wie vertraulich ist dieses Gespräch?“ fragte er und: „Können Sie mir zusichern, dass mein Forschungsvorhaben bei Ihnen in sicheren Händen ist? Es handelt sich um einen großen Markt mit viel Konkurrenz.“

Pellegrini: „Ich kann Ihnen Vertraulichkeit zusichern, auch schriftlich, wenn Sie wollen.“ Er erinnerte sich daran, dass man zu Beginn der Mediation über Vertraulichkeit und Gesprächsregeln reden sollte. Egal, jetzt kam es ja zum Glück zur Sprache.

Dr. Redel: „Ich kann den Eid des Hippokrates auf die Tierwelt ausdehnen. Außerdem habe ich mir die Freiheit genommen, kein reicher Mann zu sein.“

Dr. Roux war überrascht über den letzten Satz, antwortete aber: „Den Eid hat keiner von uns Veterinären geschworen, aber geschenkt. Jedem das Seine, dachte er über Redels Idealismus.

Er überlegte immer noch, wie viel er preisgeben sollte. Er wollte nicht alles verraten: „Es handelt sich um die Farbe des Elefantenbabys. Sie ändert sich hoffentlich. Es ist eine kleine genetische Veränderung mit großer Wirkung. Selbst ein Zirkus könnte davon profitieren, wenn Elefanten mal nicht grau aussehen“, wandte er sich mit zunehmender Begeisterung in der Stimme an Pelligrini.

Dr. Redel: „Und warum wächst der Fötus nicht wie üblich?“

Dr. Roux: „Keine Ahnung, das war nicht beabsichtigt. Falls der Fötus überlebt, schau ich mir das Genmaterial an.

Dr. Redel: „Was machen Sie mit den andersfarbigen Elefantenbabys? Werden Sie artgerecht gehalten?“

Dr.  Roux schaute verblüfft. Er hatte er nicht damit gerechnet, hier auf einen Tierschützer zu treffen. Er hatte die üblichen Vorbehalte gegen genetische Veränderungen vermutet. „Wenn Sie die artgerechte Haltung in unseren Laboratorien meinen, ja. Was die Käufer solcher besonderen Exemplare angeht, darauf haben wir weniger Einfluss. Das unterliegt den Bestimmungen der jeweiligen Länder. Auch die Bestimmungen für die Zirkushaltung von Elefanten unterscheidet sich stark.“

Dr. Redel: „Was gibt es denn für einen Markt für diese Elefanten?“

Dr.  Roux: „Den Markt der Meistbietenden. Zirkusse gehören normalerweise nicht dazu. Zu Pellegrini gewandt: „Aber vielleicht können wir daran etwas ändern. Dann wären Sie der einzige Zirkus, der einen andersfarbigen Elefanten zeigen kann.

Pellegrini spürte den Enthusiasmus  und merkte nicht, wie er sich von Dr. Roux einwickeln ließ: „Um welche Farbe geht es?“

Dr.  Roux: „Rosa.“

Pellegrini: „Du meine Güte, das wäre die Attraktion! Können Sie mir beide zusichern, dass Sie sich sowohl um die Gesundheit von Asha als auch um die bestmöglichen Bedingungen für ihr Baby kümmern? Das wäre mir das Wichtigste! Rosa oder kariert ist mir erst in zweiter Linie wichtig. (Das war leicht gelogen.)

Dr. Redel: Natürlich, das wissen Sie doch!

Dr.  Roux: „Wenn Sie sich an unsere Verabredungen halten und mir den Fötus in welchem Zustand auch immer aushändigen: Auf jeden Fall.“

Dr.  Redel: „Genau, da setzt mein Misstrauen ein: Wenn der tote Fötus genauso wichtig ist, wie der lebende. Wie kann ich Ihnen dann vertrauen? Roux wurde ihm nicht sympathischer mit seinen unethischen Zielen, aber vielleicht konnte er eine konkrete Verbesserung für die Tiere verhandeln, wenn er das Unvermeidliche hinnahm. Genetische Experimente würde er nicht verhindern können.

Dr.  Roux: „Der lebende Fötus ist immer wertvoller und eine Kuh, die schon mal erfolgreich einen Blastozystentransfer gemeistert hat, ist ebenfalls selten und sehr wertvoll, die werde ich doch nicht gefährden.“ Er guckte vertrauenerweckend und überlegte, ob er sich selbst glauben würde.

Pellegrini: „Das möchte ich verschriftlichen.“ Sprach´s und schrieb es auf die weiße Fläche des umgedrehten Plakates. „Gesundheit und Leben (auch der ungeborenen) der Versuchstiere FIRST.“ „Bitte unterschreiben Sie!“ Beide unterschrieben. Ihm schien das fast zu einfach. Irgendwas hatte er wohl vergessen. Da meldete sich Dr. Roux zu Wort.

Dr.  Roux wollte folgenden Nachsatz ergänzt haben. „Falls ein Versuchstier nicht überlebt, darf ich eine Gewebeprobe nehmen.“

Dr.  Redel: „Mir ist auch noch etwas wichtig, dass ich Ihnen beiden ans Herz legen möchte. Sie wissen so gut wie ich, dass die Elefanten wie alle Wildtiere mehr Auslauf brauchen und eigentlich als Zirkustiere nicht geeignet sind. Dafür haben jedoch die meisten Zirkusse zu wenig Geld. Ich möchte, dass Dr. Roux, 5% der Gewinne aus dem Verkauf der pinkfarbenen Elefanten an den Zirkus Pellegrini spendet, damit er wenigstens im Stammquartier den Wildtieren mehr Auslauf ermöglichen kann.“

Dr.  Roux: „Wenn ich darüber eine Spendenbescheinigung bekomme, kein Problem. Ich muss jetzt wirklich los. Ach, meine Marketingabteilung wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Das wäre auch für unser Image gut. „Er grinste in sich hinein. Das musste er den Chinesen noch beibringen, dass die Akzeptanz von Produkten der Genforschung in Europa mit Charity erkauft sein wollte.

Pellegrini war sehr erfreut über diese Wendung zu seinen Gunsten: „Vorher unterschreiben Sie bitte beide auch noch diesen Nachsatz.“

Pellegrini: Ich fotografiere unsere schriftliche Vereinbarung und versende diese an Sie per email. Vielen Dank für Ihre Zeit. Wir sehen uns bei der nächsten Visite zum nächsten Gespräch! Vielen Dank die Herren Doktoren.

Was ohne Einmischung im Roman noch geschieht:

Dr. Redel und Pfleger Kaung entführen das gerade geborene, pink leuchtende Elefantenbaby und ziehen es mit Elefantenmilch von einer anderen Kuh auf, weil die eigentlich Mutter Asha, ihr Baby nicht säugen wollte. Täglich wird die Milch via Boten zu Dr. Redels abgelegenem Domizil verbracht. Als dieser Aufenthaltsort durch Dr. Roux und seinen chinesischen Partner mithilfe von Spionagetechnik ermittelt wird, flieht Dr. Redel mit dem Elefantenbaby und verunglückt tödlich auf der Flucht. Der rosa Miniaturelefant wird von einem Obdachlosen, einer Tierärztin und Kaung gefunden, gerettet und nach Asien in Sicherheit gebracht. Eine genetische Zellprobe wurde verhindert.

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/Tierschutz/GutachtenLeitlinien/HaltungZirkustiere.pdf?__blob=publicationFile ab Seite 17 zur Haltung von Elefanten in Zirkussen in Deutschland

 

 

 

2 Comments

  1. Hallo!
    Eine interessante und originelle Idee, Romane u.ä. auf „mediative Weise“ zu erweitern. Auch finde ich die zusätzlichen Verweise auf weiterführende Themen sehr gut – wie am Ende der Ausarbeitung von „Elefant“ (Haltung von Elefanten in Zirkussen in Deutschland).

    Ich wünsche weiterhin viel Freude und gute Romane / Literatur für die kreative Bearbeitung!

    Herzliche Grüße,
    Laura

  2. Florian Alexander Geprägs

    21. Juli 2017 at 13:57

    Die Fortführung des Buchs auf halber Strecke in einen anderen Verlauf finde ich sprachlich gut gelöst und nachvollziehbar.

    Wie auch schon selbst in dieser „neuen“ Geschichte angedeutet, stellt sich allerdings die Frage wie nachhaltig ein Mediationsprozess sein kann, wenn beteiligte Parteien selbst gar nicht an einer Lösung interessiert, sondern lediglich an ihrem eigenen Vorteil orientiert sind. Oder wenn sie sich wie hier der Mediator auf eine Weise manipulieren lassen. Das führt zu der Frage, was eigentlich in dieser abgewandelten Fortführung des Buchs die „gute Lösung“ sein soll? Ich persönlich würde denken, dass es dem oder den Elefanten gut gehen sollte, wenn sie auf die Welt kommen. Das ist für mich persönlich im Sinne einer Lösungsfindung das wichtigste. Ich stelle mich damit auf die Seite von Dr. Reber. Ist das dann deshalb also auch die „richtige Lösung“ ? Oder noch eine Frage: Blockiert nicht eine die eigentlichen Ziele kaschierende Haltung der Beteiligten hier die eigentliche Absicht eines Mediationsprozess? Nämlich Parteien auch emotional im Sinne eines Vertrauensprozesses zueinander zu führen. Oder heißt Mediation hier nur etwas zu regeln und das ist ja wohl im vorliegenden Fall gelungen!? Und zuletzt: Habe ich mich mit der Parteinahme für Dr. Reber eh schon als neutraler Beobachter dieses Mediationsprozesses disqualifiziert? (-:

    Ich bin Schulmediator und habe in den zwei Jahren, in denen ich aktiv mediiert und Schüler zur Schülermediatoren ausgebildet habe, ganz selten Streitbeteiligte erlebt, die aktiv wirklich nicht an irgendeiner Form von Beilegung des Konflikts interessiert waren. Vielleicht ist das aber spezifisch bei jungen, noch stärker sich im Entwicklungsprozess befindlichen Menschen der Fall.

    Weiterhin noch viel Spaß bei den kommenden mediativen Abwandlungen der Romane!

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